Oskar Helmer

Oskar Helmer

Geb. am 16. November 1887 in Oberwaltersdorf/Baden/NÖ Helmer war von 1919 bis 1934 Abgeordneter zum (Wiener- und) NÖ-Landtag, 1921 bis 1929 Landesrat, von 1929 bis 1934 Landeshauptmannstellvetreter, nach dem Verbot der Sozialdemokratischen Partei 1934 in Polizeihaft, 1938 und 1944 in Gestapohaft, 1945 bis 1957 Vorsitzender der SPÖ Niederösterreich, Mai 1945 Landeshauptmannstellvertreter in der provisorischen Landesregierung Niederösterreichs und Unterstaatssekretär im Innenministerium.

Nach den Nationalratswahlen 1945, übernahm Helmer das Innenministerium, das er bis 1959 verwaltete. Er wird zum Hüter der Freiheit Österreichs, wie ein Zeitzeuge schrieb. Besondere Verdienste erwarb sich Helmer durch seine erfolgreichen Bemühungen um die Heimkehr österreichischer Kriegsgefangener aus russischer Haft, und bei der Aufnahme ungarischer Flüchtlinge 1956.

Zu diesem Zweck haben wir in Wiener StudentInnenheimen ein Kontingent angemietet und geben diese an niederösterreichische StudentInnen weiter. Aber auch in Graz, sowie für die Fachhochschule in Wr. Neustadt und St. Pölten gibt es seitens des Studentenhilfswerkes Wohnräume.

Aus Anlaß seines 75. Geburtstages wurde 1962 das Oskar-Helmer-Studentenhilfswerk ins Leben gerufen. Am 7. Februar 1963 beriet ein Komitee die Statuten des Vereines, die zur Genehmigung eingereicht werden sollten. Helmer sollte der Vorsitzende des Kuratoriums werden. Doch dazu kam es nicht mehr. Oskar Helmer erlag am 13. Februar 1963 einem Krebsleiden.

"Österreich verlor einen großen Menschen, das Volk einen Politiker, dem es zum guten Teil den inneren Frieden und die Freiheit verdankt", schrieb die Zeitung "Die Presse".